16.03.2020

EU-Projekt zur Verbesserung der Umsetzung der EUTR

Auch nach sieben Jahren der Anwendung der EU-Holzhandelsverordnung (EUTR) ist der Import von Holzprodukten aus illegal geschlagenem Holz in die EU nicht ausreichend eingedämmt. Eine kürzlich veröffentlichte Studie des Thünen-Instituts zeigte, dass vor allem bei klein- bis mittelständischen Unternehmen außerhalb der Holzbranche Verbesserungspotential bei der Umsetzung der EUTR besteht. Dies gilt auch für einige EU-Staaten, in denen weit niedrigere Standards als in Deutschland gelten. Hier knüpft das EU-Projekt „LIFE Legal Wood“ unter Koordination der NGO NEPCon an, dem sich auch die GD Holz Service GmbH angeschlossen hat.

Weltweit werden schätzungsweise 15-30 % des Holzes illegal eingeschlagen. Für Holz sowie Holzprodukte stellt die EU einen wichtigen Markt dar. Durch diese Stellung kann sie einen großen Einfluss auf den illegalen Holzhandel haben. Zwar sind die EUTR und die erforderliche Anwendung eines Sorgfaltspflichtsystems bei den Importeuren des Holzhandels bereits bekannt, jedoch nicht ausreichend bei Importeuren aus anderen Branchen. Von der Verordnung betroffen sind ebenso Importeure von u.a. Möbeln, Dekoartikeln, Papier und Zellstoff.

Um alle Branchen gleichermaßen auf die EUTR und die Umsetzung des notwendigen Sorgfaltspflichtsystems aufmerksam zu machen, startet NEPCon in Zusammenarbeit mit den sechs wichtigsten EU-Holzeinfuhrländern (Deutschland, Frankreich, Belgien, Niederlande, Italien, Spanien) das Projekt „LIFE Legal Wood“. Die einzelnen Länder werden vertreten durch ansässige Überwachungsorganisationen, Behörden und Verbände. Als wichtigste Ansprechpartner für EUTR-Angelegenheiten in Deutschland nehmen die GD Holz Service GmbH sowie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) als zuständige Behörde am EU-Projekt teil.

Im Rahmen von „LIFE Legal Wood“ sollen zahlreiche Maßnahmen entwickelt werden, die zur verbesserten Umsetzung der EUTR in allen betroffenen Branchen und Ländern führen. Hierzu zählen u.a. kostenlose Workshops in kleinen und mittelständischen Unternehmen, das Sammeln und Bereitstellen relevanter Informationen sowie das Einrichten hilfreicher Netzwerke, um die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Interessengruppen zu stärken. Für das bis 2022 laufende Projekt wird ein Budget von 2,45 Mio. Euro bereitgestellt.

Das Projekt startet mit einer Umfrage, um die Erfahrungen mit der EUTR in den verschiedenen Branchen zu erfassen. Um rege Teilnahme der betroffenen Importeure wird gebeten. Die Online-Umfrage ist unter www.tiny.cc/eutr zu finden.

Für Fragen zum Projekt oder zur EUTR wenden Sie sich bitte an die GD Holz Service GmbH unter eutr@gdholz.de.

Den Link zum Projekt finden Sie hier: www.nepcon.org/projects/closing-gaps-illegal-timber-trade.

GD Holz nimmt an EU-Projekt zur Verbesserung der Umsetzung der EUTR teil und bittet Importeure um Teilnahme an Umfrage

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