No 2 - Pflanzen, Pflanzen, Pflanzen

Unsere Wälder binden auf natürliche Weise CO2. Wir brauchen den Wald für unser Klima. Deshalb gibt es nur eine Lösung: Aufforsten und pflanzen! Wir fordern den Umbau von Monokulturen in stressresistente und nachhaltige Mischwälder. Wir wollen, dass durch chemische Düngung und durch Pflanzenschutzmittel belastete Ackerflächen in Wald umgewandelt werden. Nur so kann Wald seine Bestimmung als wichtiger Klimaschützer mehren. Deutschland hat jetzt einen Waldflächenanteil von 32 %, wir fordern ein Ziel von 40 %.

Wir brauchen unser Wald und unser Wald braucht uns

Klimaschutz ist in aller Munde. Wissenschaft und Forschung suchen nach Möglichkeiten, um CO2-Emissionen zu vermeiden. Während besonders medienwirksam neue Elektroautos oder alternative Energien in Szene gesetzt werden, bleibt ein wichtiger Akteur im Klimaschutz außen vor: unser Wald. Denn wie kaum ein anderes Material bindet Holz CO2 und trägt somit aktiv zum Schutz der Atmosphäre und somit unseres Klimas bei. Wir denken, dass das Augenmerk verstärkt auf Holz gelegt werden muss. Es bewahrt unsere Zukunft, indem es als riesiger CO2-Speicher funktioniert und jeder nachwachsende Baum weiteres CO2 bindet.

Ohne Bäume kein Klimaschutz – Aufforsten!

In der Praxis wurde gerade in der Waldwirtschaft zu lange auf Monokulturen gebaut. Was es bedeutet, wenn Wälder überwiegend in Monokulturen wachsen, haben uns die letzten Jahre jedoch deutlich vor Augen geführt. Bei trockenen Sommern vertrocknet der Wald und wird anfällig für Schädlingsbefall, ist kaum resistent gegen Stürme oder Extremwetter. Und durch die Trockenheit steigt die Gefahr von Waldbränden.

Eine sinnvolle Alternative sind funktionierende Mischwälder mit heimischen Baumarten, die durch resistente Arten ergänzt werden. Durch eine auf den Standort ausgerichtete, regionale Mischung im Wald erhöhen wir die Stressresistenz und sichern langfristig die aktuell effizientesten CO2-Speicher, die wir haben – unsere Wälder.

Umwandlung von Grenzertragsböden in Mischwald

Wir brauchen mehr Bäume, das ist unbestritten. Ein Schritt zum nachhaltigen Mischwald ist das Aufforsten. Das heißt, dass wir geeignete Flächen identifizieren müssen, insbesondere Grenzertragsböden (also landwirtschaftliche Flächen, die nur mit hohem Chemieaufwand wirtschaftliche Erträge bringen), um diese in Wald umzuwidmen.

Mit der Renaturierung dieser Flächen erhöhen wir zum einen unsere Speicherkapazitäten für CO2. Zum anderen profitieren wir von einem wichtigen Nebeneffekt: Wir schaffen neuen Lebensraum für Insekten und Tiere. Wir tragen mit mehr Wald zu mehr Biodiversität bei.

Mit unserer Arbeit wollen wir Waldbesitzer zum Aufforsten animieren, Landwirte ermuntern, Ackerflächen, insbesondere Grenzertragsböden, in Wald umzuwandeln und die öffentlichen Stellen auffordern, mehr für die Förderung unserer Wälder zu tun. Es war ein wichtiger Schritt, die Energiewende zu beschließen. Doch es wäre fatal, wenn einfache Lösungen zur Speicherung von CO2 wie die Aufforstung von Wäldern sowie auch die Umwidmung von Ackerland in Wald nicht die Beachtung fänden, die ihnen gebührt. Wir brauchen den Wald und er braucht deshalb unsere Unterstützung!

Zudem fordern wir, dass für jedes Fällen eines Baumes in einem Siedlungsgebiet mindestens die doppelte Anzahl an Bäumen nachgepflanzt wird und dass im Forst für jeden Quadratmeter gerodeter Wald die doppelte Fläche wieder aufgeforstet wird.