No 7 - Freier Handel für nachhaltiges Holz

Reicht der deutsche Wald bei nachhaltiger Bewirtschaftung in Zukunft aus, um den hiesigen Holzbedarf zu decken? Wenn wir das Bauen mit Holz auch für künftige Generationen stärken wollen, müssen wir diese Frage stellen. Deshalb müssen bestehende Handelshemmnisse für den Import von nachhaltigem und legal geerntetem Holz fallen. Wir fordern den Abbau von Zöllen und den Verzicht auf Kontingente, wie sie z. B. bei Sperrholz üblich sind.

Freier Handel mit Holz ist Voraussetzung für nachhaltige Holzwirtschaft und CO₂-Speicherung

Unsere Wälder werden zunehmend ökologischer bewirtschaftet das sieht man an der Zunahme der FSC®- oder PEFC-zertifizierten Waldflächen deutlich. Die positive Konsequenz sind ökologisch diverse Mischwald-Systeme, die viel CO₂ binden können. Für den weiter steigenden Bedarf an Holz in Deutschland muss aber auch der globale Handel mit Holz erleichtert und verstärkt werden.

Der Weg: keine Zölle, keine Kontingente, keine Handelshemmnisse

Wenn der Handel mit Holz von Zöllen und Kontingenten befreit wird, stärkt das nicht nur die hiesige holzverarbeitende Wirtschaft und entlastet heimische Verbraucher. So sorgt ein globaler, nachhaltiger Holzhandel dafür, dass Wälder schonend bewirtschaftet werden und dadurch Holz als CO₂-Speicher sinnvoll genutzt wird, statt Brandrodung oder Verrottung.

Nutzung von Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern ist aktiver Waldschutz

Der Import von Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern trägt aktiv dazu bei, dass diese Wälder erhalten bleiben. Die lokale Bevölkerung kann so ihren Lebensunterhalt bestreiten und es wird verhindert, dass der Wald in landwirtschaftliche Nutzfläche umgewandelt wird. Bilder von brennenden Wäldern in Brasilien oder Indonesien sind omnipräsent in den Medien – gelegte Brände, um Flächen für Palmöl, Soja oder Rinder zu gewinnen, die später auch auf deutschen Tellern landen.

EU-Holzhandelsverordnung sorgt für legales Holz

Die EU-Holzhandelsverordnung (EUTR) – gültig in allen EU-Staaten – verpflichtet Holzimporteure, eine Sorgfaltspflichtregelung anzuwenden, um sicher zu stellen, dass importiertes Holz aus legalen Quellen kommt. Die Einhaltung der EUTR wird in Deutschland und einigen Nachbarländern streng überwacht. Es ist jedoch ein offenes Geheimnis, dass die Behörden mancher europäischer Staaten kaum Kontrollen durchführen oder sehr niedrige Standards ansetzen. Dadurch kann Holz aus kontroversen Quellen in die EU gelangen und hier zu geringen Preisen angeboten werden. Deutsche Importeure, die durch hohen Personal- und Kostenaufwand den Import solcher Hölzer verhindern, sind dadurch einer massiven Marktverzerrung ausgesetzt. Wenn illegal geschlagenes Holz in der EU ausgeschlossen werden soll, muss die Politik hier dringend handeln und gegebenenfalls einzelne Mitgliedsländer zur ordnungsgemäßen Umsetzung geltender Gesetze zwingen. Gleiches Recht für alle in der EU.