No 3 - Fördert den Holzbau!

Nachhaltigem Bauen gehört die Zukunft. Deshalb fordern wir, dass Holzbau öffentlich gefördert wird. Bund, Länder und Kommunen müssen dabei Vorbilder sein und öffentliche Gebäude ebenfalls mit Holz bauen.

Mit Förderung Anreize für den Holzbau schaffen

Verbraucherinnen und Verbraucher werden von der öffentlichen Hand mit Bafa-Förderung oder KfW-Krediten unterstützt, wenn sie auf umweltfreundliche Heizsysteme umsteigen. Ebenso winkt eine Förderung beim Bau von Energiesparhäusern oder für die Wärmedämmung im Bestand. Während das Heizen mit Holz durch die Förderung von Pellet- oder Hackschnitzelheizungen teilweise gefördert wird, entfällt die Förderung für den Holzbau komplett. Doch wir denken, dass nachhaltiges Bauen nur mit entsprechender Förderung weitere Verbreitung findet. Das beste Beispiel findet man beim Blick über den Tellerrand in Schweden. Dort entschloss sich die Stadt VäxyÖ 2006 eine moderne Holzstadt zu werden und begann ab 2007 mit dem Bau von achtgeschossigen Holzhäusern. Bis 2017 stieg der Marktanteil im Holzbau beim mehrgeschossigen Wohnungsbau auf 21 %, bis 2025 ist ein Gesamtmarktanteil bei allen Neubauten von 30 – 35 % möglich. Ein kraftvolles politisches Statement wirkt marktaktivierend. Diese Unterstützung brauchen wir auch in Deutschland, vor allem auf kommunaler Ebene und bei Wohnbaugenossenschaften.

Holzbau bedeutet echte Nachhaltigkeit

Wer Hölzer für den Holzbau verwendet, handelt wirklich nachhaltig. Zum einen ist Holz ein nachwachsender Baustoff. Es werden also keine endlichen Ressourcen verwendet. Zum anderen fungiert Holz als effizienter CO2-Speicher. Werden Häuser mit Holz gebaut, lässt sich somit im Gegensatz zu Beton viel CO2 speichern anstatt es wie bei der Betonherstellung freizusetzen.

Für uns ist es deshalb verwunderlich, dass der Holzbau nicht gefördert wird. Zumal die Styropor-Dämmstoffe bei vielen Altbausanierungen/Passivhäusern alles andere als nachhaltig sind, aber dennoch gefördert werden.

Öffentliche Gebäude sollten Vorreiter werden

Neben einer effizienten Förderung des Holzbaus ist die Vorbildfunktion der öffentlichen Hand ein weiterer wichtiger Faktor für die Verbreitung der nachhaltigen Holzbauweise von Gebäuden. Wenn die öffentliche Verwaltung schon bei der Energiewende nicht mit E-Autos oder entsprechenden alternativen Fortbewegungsmitteln voranschreiten konnte bzw. kann, sollte sie sich nicht genauso beim Holzbau verstecken. Wir fordern deshalb die konsequente Verwendung des nachhaltigen Baustoffs Holz in öffentlichen Gebäuden. Immobilien des Bundes, der Länder oder Kommunen sollten grundsätzlich alle wichtigen Aspekte der Nachhaltigkeit erfüllen. Holz ist für ein solches Ziel unersetzlich. Es sollten für Kommunen die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden, Holzbau oder Holzbauquoten in Bebauungsplänen vorschreiben zu können.

Der GD Holz unterstützt unter anderem den „Deutschen Holzbaupreis“. Dieser ist ein hervorragendes Medium, um auf das Bauen mit Holz aufmerksam zu machen.