18.11.2017

Positive Stimmung aus 2016 setzt sich fort - Furnierbranche

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Rohholzeinsatz und der Furnieranteil am Gesamtumsatz

Die Produzenten schätzen im Mittel den Rohholzeinsatz für die deutsche Furnierproduktion auf etwa 23.000 Fm. Insgesamt gibt diese Gruppe den eigenen Rohholzeinsatz für Furnier mit durchschnittlich 2.700 Fm an.

Betrachtet man den Anteil von Furnieren am Gesamtumsatz, so beziffern die Produzenten diesen mit 70 %. Erfahrungsgemäß geringer und mit größeren Schwankungen versehen, liegt der entsprechende Anteil bei 31 % den Händlern. Auch die Verarbeiter weisen hier eine recht große Spanne auf und kommen auf durchschnittlich 39 %.

Einkaufsmärkte

Bezogen auf die verkauften Mengen beziehen die befragten Unternehmen ihre Furniere bzw. das Rohholz, das zu Furnieren verarbeitet wird, zu 80 % aus Ländern Europas (2015: 76 %), während die außereuropäischen Importe mit insgesamt ca. 20 % (2015: 24 %) einen recht deutlichen Abstand aufweisen: Mit durchschnittlich 11 % rangiert Nordamerika auf Platz zwei vor Afrika mit etwa 6 % und Südostasien mit 3 % im Mittel.

Bei den Holzarten bleibt die Eiche Spitzenreiter

Die anteilige Betrachtung der Holzarten an den insgesamt verkauften Mengen spricht eine deutliche Sprache zugunsten der Quercus-Arten: Während die europäischen Eichen insbesondere bei den befragten Produzenten und Händlern hoch im Kurs stehen (55 % bzw. 39 %), spielt die amerikanische Weißeiche mit 22 % bei den befragten Verarbeitern eine nicht unbedeutende Rolle. Für die beiden Erstgenannten ist ihr Anteil hingegen mit 3 % beziehungsweise 1 % eher gering. Insgesamt nehmen die europäischen Holzarten mit einem Anteil von 65 % an den Gesamtverkäufen die Spitzenposition vor den amerikanischen Holzarten mit 21 % und den tropischen Holzarten mit 10 % ein. Die Spezialitäten, also beispielsweise Altholz-, Maser- oder Vogelaugenahornfurniere, liegen bei etwa 4 % Anteil. Betrachtet man nur die europäischen Holzarten so liegt die Eiche mit 62 % auf Platz eins (2015: 65 %). Die Buche auf Platz zwei kommt hier auf knapp 10 % (2015: 12 %) vor Ahorn mit guten 7 % (2015: 5 %) auf Platz drei.

Absatzmärkte: Die Produzenten agieren international

Der Blick auf die Absatzmärkte offenbart ein klares Bild: Mit knapp 65 % (2015: 63 %) ist Deutschland für alle Befragten der wichtigste Markt, gefolgt von den übrigen EU-Staaten, in denen ca. 23 % des Umsatzes generiert werden. Zu erwähnen ist die arabische Halbinsel, die insbesondere für die Produzenten eine wichtige Absatzregion darstellt. Als weitere relevante Absatzmärkte werden von den Produzenten und Händlern China, Japan und Indien genannt. Grundsätzlich wird die traditionell größere Internationalität des produzierenden Gewerbes auch in 2017 bestätigt, das zudem „nur“ ca. 50 % seines Umsatzes in Deutschland generiert.

Wie schon im Vorjahr liefert die Gruppe der Händler über 64 % ihrer Furniere an Tischlereien und Innenausbaubetriebe, die ihrerseits zumeist in den Bereichen öffentliche Bauten, privater Wohnungsbau, Gastronomie, Banken sowie im Ladenbau tätig sind. Die Produzenten hingegen haben aufgrund ihrer Position in der Wertschöpfungskette vorwiegend ihre Kunden im Bereich der industriellen Verarbeiter (29 %) und im Handel (48 %), der auch von den Verarbeitern mit 56 % vorrangig versorgt wird.

Die industriellen Verarbeiter sind hauptsächlich in der Möbel-, Platten- und Türenindustrie tätig sowie in der Kanten-, Leisten- und Fußbodenherstellung. Darüber hinaus ist neben der Automobil- und der Flugzeugindustrie insbesondere der Yachtbau zu nennen: Mit knapp 74 % liefern etwa drei Viertel der befragten Unternehmen ihre Produkte auch an die industriellen Furnierabnehmer aus dem maritimen Bereich.

Gutes Jahr 2016

Durchschnittlich 84 % der Umfrageteilnehmer schätzen den Geschäftsverlauf bezogen auf die Umsatzentwicklung mehr oder weniger positiv ein. Das erste Halbjahr 2017 wird zwar ebenfalls zum größten Teil positiv beurteilt, jedoch erfährt dieser Trend einen leichten Dämpfer, der auch für das 2. Halbjahr prognostiziert wird: „Nur noch“ 71 % der Befragten sehen für die ersten sechs Monate in 2017 eine positive Geschäftsentwicklung, für die zweite Jahreshälfte wird ein entsprechender Trend noch von 67 % der Teilnehmer geäußert (s. Abbildung 1).


Abbildung 1: Beurteilung Geschäftsverlauf 2016 und 1. Halbjahr 2017 sowie Einschätzung für 2. Hälfte 2017 (n=25)

Gut fürs Furnier: Baukonjunktur, Trends & Möbel

Positiv wird von den meisten Befragten (71 %) der Einfluss der aktuell vorherrschenden Trends bzw. der Mode gesehen. Dieses Bild spiegelt sich, wenn auch in etwas abgeschwächter Form, bei der Einschätzung des Einflusses wider, der von der Möbelindustrie herrührt (58 %). Auch die anhaltend guten Zahlen der Baukonjunktur stimmen die Furnierunternehmen überwiegend positiv in ihrer Einschätzung des aktuellen Marktes (58 %) (s. Abbildung 2).


Abbildung 2: Faktoren und ihre Auswirkung auf den Furniermarkt (Auswahl) (n=24)

Berlin, 14. November 2017

Die positive Stimmung aus 2016 setzt sich fort – Aktuelles aus der Furnierbranche

 

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