Eine stabile Branche stellt sich vor

Kurzprofil der Branche

Heutzutage ist der Holzfachhandel vielmehr als der Inverkehrbringer von Holz(produkten). Zum Holzhandel gehören der Holzeinzelhandel, der Holzgroßhandel, der Holzaußenhandel, Furnier- und Rohholzhändler sowie Holzmakler und Agenten. Der Holzhandel ist also in die gesamte Lieferkette, von der Ressource bis zum fertigen Produkt, involviert. Die Zielgruppen des Holzhandels sind daher auch sehr vielfältig. Sowohl Handwerker oder das Baugewerbe aber auch der Endverbraucher gehören dazu. Für die Baubranche oder Handwerker fungiert der Holzhandel heutzutage als „Produktionsverbindungshandel“. Ursprünglich war der Holzhandel Rohstoff-, Rund-  sowie Schnittholzlieferant für das holzverarbeitende Gewerbe. Durch die aufkommende industrielle Herstellung bzw. Verarbeitung des Holzes bezieht der Holzhandel in den meisten Fällen bereits fertige Holzprodukte wie Schnittholz, Holztüren, Parkett oder Holzplatten von der Holzindustrie. Deswegen spielt die Erreichung der Kundenzielgruppe „Endverbraucher“ mittlerweile eine große Rolle. Großzügige Ausstellungsräume und Produktpräsentationen zeigen den hohen Spezialisierungsgrad innerhalb der Sortimente der einzelnen Händler sehr deutlich . Für das regionale und lokale Geschäft „Bauen“ ist die Funktion des Holzhandels in der Lager- und Distributionslogistik und in der Sortimentsbündelung von großer Bedeutung. Der Händler ist heute mehr denn je gefordert, das richtige Produkt zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Ort zu liefern.

Über die detaillierten Lieferketten im Holzhandel informieren wir Sie hier. Um einen Einblick in die Produktvielfalt des Holzhandels zu bekommen, empfehlen wir einen Blick auf unser Portal www.holzvomfach.de.

Zahlen und Fakten

Der Holzhandel

  • hat einen Gesamtumsatz von ca. 11,4 Mrd. €*
  • umfasst ca. 1.600 Unternehmen**
  • beschäftigt 36.000 Mitarbeiter***

*Quelle: Statistisches Bundesamt, Umsatzsteuerstatistik, Fachserie 14 Reihe 8.1. Für 2014 Hochrechnung nach Daten des monatlichen Betriebsvergleiches des GD Holz

**Quelle: Statistisches Bundesamt, Umsatzsteuerstatistik F3/37331100 (46.73.2 und 46.73). Als Basis für diese Zahl der Unternehmen wurden steuerpflichtige Unternehmen ab einem Jahresumsatz von ≥ 250.000 € zugrunde gelegt

***Hochrechnung auf Basis des Betriebsvergleichs des GD Holz 2014

Wichtige Sortimente des Holzhandels

Rohbauprodukte:

  • Kanthölzer
  • Bretter und Latten
  • Brettschichtholz (BSH)
  • Konstruktionsvollholz (KVH)
  • Duo- und Triobalken
  • Plattenwerkstoffe wie Span- und OSB-Verlegeplatten, Schalungsplatten, Holzfaserdämmplatten und Isoliermaterialien

Der Umsatzanteil dieser Rohbauprodukte am Gesamtumsatz des Holzhandels liegt insgesamt bei ca. 50 %.

Verkauft werden Rohbauprodukte in erster Linie an das Bauhauptgewerbe wie Hochbauunternehmen, Zimmereibetriebe, Dachdecker und andere Holzbauunternehmen.

Ausbauprodukte:

  • Fußböden darunter Fertigparkett
  • Massivholzdielen
  • Laminat
  • Bauelemente wie Türen, Haustüren und Fenster (jene besitzen am Gesamtumsatz einen Anteil von 26,3 %)

Die Ausbauprodukte werden vorwiegend an Fußbodenverleger, Schreinerei- oder Montagebetriebe verkauft.

Umsatzanteile Holzsortimente

Quelle: Betriebsvergleich des GD Holz e.V.

 

Kunden des Holzhandels

Quelle: Betriebsvergleich des GD Holz e.V.