Der Holzfachhandel
Ihr kompetenter Partner rund um Holz
Sie befinden sich hier: Oberflächenvergütung

Oberflächenvergütung von Holz

 

Holz im Innenbereich

Wer liefert Holzfußböden?

 

Oberflächenvergütung – richtig ausgeführt – führt zu einer Wertsteigerung des Holzes. Die Wahl des Bahandlungsmittels hängt vom Verwendungszweck ab. Grundsätzlich ist zwischen Innen- und Außenbereich zu unterscheiden.

 

Unbehandeltes Holz im Innenbereich ist Verschmutzung, Verstaubung und Fleckbildung ausgesetzt. Zumindest die sichtbaren Oberflächen sollten Sie mit Holzveredelungsmitteln schützen. Diese Mittel enthalten keine fungiziden (pilztötenden) und pestiziden (schädlingsbekämpfenden) Komponenten. Im Innenbereich ist nämlich keine Behandlung mit solchen Wirkstoffen erforderlich.

 

Ausnahme bilden Hölzer im spritzwassergefährdenten Bereich in Bad und Küche: Eine Holzgrundierung, zweimal aufgetragen, schützt Kiefernholz und andere empfindliche Hälzer vor Bläuepilzbildung. Sorgen Sie stets für ausreichende Lüftung in Räumen mit erhöhter Luftfeuchte.

 

Holz trägt dank seiner feuchteregulierenden Eigenschaft zu einem guten Raumklima bei. Bei offenporigen Anstrichen (Lasuren) bleibt die feuchtigkeitsaustauschende Eigenschaft des Holzes erhalten. Für den Innenbereich werden Lasuren, Lacke und Mittel auf Basis pflanzlicher Öle und Wachse eingesetzt.

 

Lasuren, auch farbige, stellen eine offenporige Beschichtung dar, die bei mehrmaligem Auftrag zwar leicht filmbildend und glänzend sind, aber die Holzstruktur erhält.

 

Lacke bilden einen geschlossenen Film auf der Holzoberfläche. Zur Verfügung stehen Matt-. Seidenmatt-, Seidenglanz- und Hochglanzlacke. Für farbig deckende Oberflächengestaltung stehen Weiß- und Buntlacke zur Verfügung. Der Nachteil von Lacken ist, dass bei Renovierungen alte, nicht mehr tragfähige Anstriche zuvor entfernt werden müssen (siehe Renovierungsanstriche).

 

Wachse intensivieren den Farbton des Holzes, machen die Oberfläche glatter und sind wasserabweisend.

 

Beizen dienen ausschließlich der Veränderung des Holzeigenfarbtons. Einige Beizen besitzen auch wasserabweisende Wirkung.


Holz im Außenbereich

 

Der Außenbereich stellt differenzierte Anforderungen an den Oberflächenvergütung. Neben den optischen Aspekten muss die Behandlung auch in zunehmendem Maße Schutzfunktionen gegen holzzerstörende Pilze und Insekten übernehmen. Voneinander zu unterscheiden sind sogenannte Wetterschutzmittel und die eigentlichen Holzschutzmittel. Holzschutzmittel enthalten im Gegensatz zu Wetterschutzmitteln fungizide und pestizide Wirkstoffe

 

Wetterschutz

Wetterschutzmittel enthalten keine holzschützenden Wirkstoffe gegen Pilze und Insekten. Ihre Aufgabe ist es, Wasser abzuweisen und durch Pigmente die UV-Strahlen der Sonne auf die Holzoberflächen, wenn auch nur zeitlich begrenzt, unwirksam werden zu lassen, so dass der Vergrauungsprozess des Holzes vermindert wird. Die wasserabweisende Wirkung ist besonders bei maßhaltigen Konstruktionen, wie Haustüren und Fenster wichtig: Wetterschutzanstriche vermindern Feuchtigkeitsaufnahme ins Holz. Somit bleibt die Konstruktion formstabil und verzieht sich nicht. Als Endbehandlung setzen sich immer mehr außentaugliche Lasuren entweder als Dünnschichtlasuren (Holzstruktur scheint durch) oder als Dickschichtlasuren (deckend) durch.

 

Außentüren, Fenster und Fensterläden

Im Fenster- und Türenbau werden bevorzugt Dickschichtlasuren eingesetzt, die einen dickeren Anstrichfilm auf diesen maßhaltigen Bauteilen bilden und somit eine bessere Wasserabweisung bewirken. Wetterschutz- und Holzschutzlasuren sollten stets in mittleren Farbtönen bevorzugt werden.: Denn je dunkler der Anstrich, desto höher ist der Wärmestau (bis annähernd 80°C!) auf der Holzoberfläche bei langer Sonneneinstrahlung. Dies führt schließlich zu erheblichen Formänderungen und Oberflächenrissen, die Wassereintrittspforten ins Holz sind.

 

Holzschutz

Holzschutzmittel finden Verwendung, wenn dem Befall von holzstörenden tierischen und pflanzlichen Schädlingen vorgebeugt werden soll. Chemischer Holzschutz ist an stark wetterbelastenden Einsatzstellen mit ständiger Befeuchtung der Holzfläche und bei Erdkontakt notwendig. Er ist nicht notwendig bei Verwendung von Holzarten mit natürlich erhöhter Dauerhaftigkeit (z.B. Western Red Cedar, Lärche, Douglasie) oder bei Einsatz bereits druckimprägnierter Hölzer. Pigmentierte, also farbige Holzschutzmittel schützen das Holz vor UV-Strahlen und sind somit gleichzeitig Wetterschutz.

 

Verwenden Sie so wenig echte Holzschutzmittel als nötig. Denn Wirkstoffe gegen Pilze und Insekten wirken bei der Verarbeitung auch auf den menschlichen Organismus. Schützen Sie das Holz hingegen mit so vielen konstruktiven Maßnahmen als möglich. Informationen hierzu finden Sie im Tipps-Heft Konstruktiver Holzschutz.


Erstanstriche

 

Lasuren

Durch unterschiedlich starkes Absacken pigmentierte Lasuren in die Holzoberfläche hinein kann es zu unruhiger Fleckenbildung kommen. Daher empfiehlt es sich, als ersten Arbeitsgang einen Grundanstrich mit farbloser Lasur vorzunehmen. Anschließend folgen zwei bis drei Anstriche mit der gewünschten pigmentierten Lasur, die der Holzoberfläche das gewünschte farbliche Aussehen verleihen. Beachten Sie die Verarbeitungshinweise der Hersteller.

 

Lacke

Holz, das lackiert werden soll, sollte nicht starkastig oder harzgallig sein. Harzstellen entfernen Sie mit einem glühend gemachten Messer oder durch Erhitzen mit einem Fön und Auffangen des flüssigen Harzes mit Löschpapier. Scharfe Kanten sollten abgerundet werden, damit die Farbschichtungen in diesem Bereich nicht abreißen, sondern sich in gleichmäßiger Dicke um die Kanten herum ziehen können. Grundsätzlich gilt, dass Sie eine rauhe Holzoberfläche auch nicht mit Hochglanzlack zum Glänzen bringen können.

 

TIPP

Verwenden Sie stets Schrauben und Nägel aus Edelstahl bei Außenkonstruktionen. Edelstahl korridiert nicht und drückt somit darüber liegende Farbschichten nicht punktuell ab.


 

So wird’s gemacht

 

Schleifen

Schleifen Sie Holz grundsätzlich nur in Faserrichtung. Mit einem Schwingschleifer geht das Schleifen schneller, eine Absaugvorrichtung hält dabei die Luft relativ staubfrei. Ein weiteres Hilfsmittel sind Schleifklötze. An Kanten und schwierigen Stellen sollten Sie jedoch besser vorsichtig mit der Hand schleifen. Ziehen Sie hierzu das Schleifpapier über eine Kante hin und her (geschmeidig machen).

 

Lackieren – Erstanstrich

Bei dem heutigen Bearbeitungsstandard von Hobelware kann auf einen Vorschliff mit Schleifpapier 100er Körnung im Prinzip verzichtet werden. Beginnen Sie mit der Grundierung (1er Lackauftrag). Führen Sie einen Zwischenschliff mit Schleifpapier 180er Körnung durch. Befeuchten Sie die Holzoberfläche sorgfältig mit lauwarmem Wasser. Benutzen Sie dazu einen feuchten Schwamm (nicht nass!). So stellen sich beim Schleifen umgeknickte Fasern wieder auf. Diese werden mit einem zweiten Zwischenschliff entfernt. Führen Sie nach dem Entstauben der Oberfläche abschließend die Endlackierung (2er Lackauftrag) durch. Wiederholen Sie gegebenenfalls einen leichten Zwischenschliff und Endlackierung (3er Lackauftrag).


Renovierungsanstriche

 

Lasuren

Bevor Sie eine Lasur erneut auftragen, muss die Holzoberfläche lediglich von Staub und Schmutz mit einem Lappen oder Bürste befreit werden.

 

Lacke

Zur Renovierung leicht abgenutzter bzw. stumpf gewordener Lackflächen genügt nach Reinigung ein Anschleifen der Oberfläche und ein einfaches Nachstreichen mit dem entsprechenden Lackprodukt. Bei starker Abnutzung und Beschädigung lackierter Oberflächen muss die Lackschicht durch Abbeizen (nicht bei gerbstoffreichen Hölzern, wie Eiche) oder Abschleifen bis auf den rohen Holzgrund entfernt werden. Anschleißend erfolgt der Neuaufbau wie die Erstbeschichtung. Beachten Sie stets die Verarbeitungshinweise der Hersteller.


So wird’s gemacht

 

Ausbessern von Fehlstellen

Verschließen Sie Löcher und Risse im Holz sorgfältig mit Holzkitt. Glätten Sie die Stellen mit dem Spachtel. Nach dem Trocknen der Spachtelmasse wird die gesamte Fläche nachgeschliffen.

 

TIPP

Viel Farbe an Pinsel bedeutet nicht unbedingt viel Qualität, denn oft entstehen dabei hässliche Lacktränen. Mehrere dünne Lackschichten sind daher besser als wenige dicke. Jede Lackschicht vor dem Überstreichen gut durchtrocknen lassen.

 


Streichen Rollen

So wird’s gemacht

 

Streichen und Rollen

 


 

Zum Streichen der Raumecken ist die flache Seite des Malerpinsels zu benutzen. Materialbeständige Lackierrollen sind sehr geeignet.

 

Anstrichbegrenzung

Benutzen Sie für saubere Anstrichbegrenzungen oder beim Zusammentreffen zweier verschiedenfarbiger Anstriche abziehbare Klebebänder. Die Bänder sind erst nach Trocknung des Anstrichs zu entfernen.


So wird’s gemacht

 

Pinselreinigung

Mit dem Pinsel müssen Sie sorgfältig umgehen, sonst werden die Borsten zum Struwwelpeter. Stellen Sie Pinsel zum Trocknen nie auf die Borsten, sondern glätten Sie die Borsten in ihre

(hier Skizze) ursprüngliche Form zurück. Nach getaner Arbeit wird jeder Pinsel in handelsüblichen Reinigern ausgewaschen. Wählen Sie den Reiniger je nach Lösemittel Ihres Anstrichmittels. Für kurzzeitige Aufbewahrung sollten die Werkzeuge auf Borstenlänge in die Reinigungsflüssigkeit eingehängt werden. Mit Klammern festgehalten, lassen sich mehrere Pinsel in ein Drahtgitter einhängen, wobei die Borsten den Boden des Behälters nicht berühren dürfen. Zur Aufbewahrung der gereinigten Pinsel genügen einfache Halteleisten vor der Wand oder im Werkzeugschrank.

 

Abfallbeseitigung

Flüssige Reste von Anstrich- und Reinigungsmitteln gehören grundsätzlich nicht in den Hausmüll. Geben Sie die Reste als Sondermüll bei den örtlichen Sammelstellen ab. Lassen Sie geringe Mengen Anstrich. und Reinigungsmittel erst vollständig austrocknen, bevor Sie die alten Behältnisse in den dafür geeigneten Müll geben.

 

Die Datenbanken des Holzfachhandels: Holzfachhandel Ihrer Region


Holzimport


Holzexport


Rohholzhandel


Furnierhandel


Die Branchenimagekampagne des Holzhandels
Seite druckenSeite drucken
nach oben oben